Erstmalig hat ein Junges Abrahamisches Team am 4. März 2018 In Bleidenstadt bei Wiesbaden eine Veranstaltung durchgeführt. Der jüdische Religionslehrer Mark Krasnov aus Wiesbaden, die evangelische Religionspädagogin Britta Nicolay aus Bleidenstadt und die muslimische Studienrätin Songül Yasar aus Frankfurt/M. erörterten gemeinsam das jüdische Glaubensbekenntnis, den Prolog des Johannes-Evangeliums und Sure 1 aus dem Koran. Dabei stellten sie die vielen Gemeinsamkeiten heraus, die Grundlagen für ein gutes Miteinander sind. Bestehende Unterschiede sind kein Grund, um sich gegenseitig abzulehnen.

Anlass der Veranstaltung in der Evangelischen Kirche St. Peter auf dem Berg in Bleidenstadt waren die von Shahid Alam aus Aachen gestalteten arabischen Kalligraphien zum jüdischen Glaubensbekenntnis, dem Johannes-Evangelium und der 1. Sure. Die drei Schrifttafeln wurden nebeneinander in der Kirche verankert und sollen zu einem bleibenden religiösen Dialog anregen. Historisch erstmalig wurden heilige Texte aus Bibel, Evangelium und Koran nebeneinander in einer Kirche angebracht. Die Tafeln sind ein Signal gegen Antisemitismus, antichristliche Einstellungen und antimuslimischen Rassismus.

Der Geschäftsführer des Abrahamischen Forums in Deutschland, Jürgen Micksch, moderierte die Dialogveranstaltung und regte an, ähnliche Tafeln an anderen Orten aufzustellen. Geeignete Texte aus den heiligen Schriften sind dafür die Psalmen, das Vater Unser oder Worte der Propheten, die in den abrahamischen Religionen verehrt werden.

Das Abrahamische Forum in Deutschland wurde 2001 gegründet und hat über 500 Veranstaltungen mit Abrahamischen Teams in Deutschland, Ägypten und Israel durchgeführt. Seit dem Jahr 2018 wird mit dem Aufbau von Jungen Abrahamischen Teams begonnen, die vom Bundesministerium des Innern und der Dr. Buhmann Stiftung gefördert werden.

Weitere Auskünfte erteilt  Jürgen Micksch in der Geschäftsstelle des Abrahamischen Forums in Deutschland. Fotos der Veranstaltung in Bleidenstadt stehen zur Verfügung.

Darmstadt, 5. März 2018

(c) Wolfgang Zimmermann
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