• Der Daesh ist weltweit isoliert – auch unter den allermeisten Muslimen.
  • Der Daesh ist ein Feind des Islams. Sein Handeln ist mit den friedlichen und ethischen Grundwerten des Islams nicht vereinbar. Das bestätigen muslimische Gelehrte aus allen Ländern der islamischen Welt (1).
  • Der Daesh hat seine Wurzeln im Wahhabismus. Der Wahhabismus in Saudi Arabien ist menschenverachtend. Er diskriminiert Frauen, Minderheiten und Gläubige anderer Religionen. Dies steht im Gegensatz zu den Menschenrechten und zum Islam.
  • Wir kritisieren, dass viele Medien und Politiker immer noch vom IS = Islamischer Staat sprechen. Damit wird der Islam als Gesamtheit ständig mit Terror in Verbindung gebracht, was verbreitete antimuslimische Haltungen noch verstärkt. Medien sollten wie in Frankreich und arabischen Ländern stattdessen vom Daesh sprechen.
  • Medien berichten bevorzugt über den Daesh, Pegida und die AfD. Das steigert Auflagen und Quoten, ist aber Gift für die Demokratie. Menschen erhalten den Eindruck, dass Extremisten die Welt beherrschen. Dies verstärkt Feindbilder und die gesellschaftliche Polarisierung.
  • Religiöser Extremismus und Terrorismus werden dauerhaft zum Unfrieden in der Welt beitragen. Eine wichtige Antwort darauf sind Kooperationen der Religionen und umfassende Präventionsmaßnahmen. Entsprechende Initiativen sollten stärker von Staat und Gesellschaft gefördert werden.
  • Im Falle einer Reise in Länder des Daesh und der nachgewiesenen aktiven Teilnahme an kriegerischen Handlungen sind foreign fighters bei ihrer Rückkehr im Rahmen der Gesetze zu bestrafen und möglichst zu resozialisieren.
  • Kriege, Gewalt und Ungerechtigkeit sind Wurzeln des Terrorismus. Militärische Maßnahmen sind keine Lösung. Bombardements treffen immer auch unschuldige Zivilisten und verstärken den Zulauf zu extremistischen Gruppierungen
  • Terror und Krieg müssen ein Ende finden! Die Produktion von Kriegswaffen muss geächtet werden.
  • den „Offenen Brief an al-Baghdadi“ von 120 Gelehrten vom 27. September 2014 – siehe www.madrasah.de und die Veröffentlichung von DITIB unter http://www.ditib.de/detail_pos1.php?id=10&lang=de

Für das Deutsche Islamforum gezeichnet von Dr. Yasar Bilgin und Dr. Jürgen Micksch (Moderatoren)

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