Pressemitteilung des Abrahamischen Forums
Flüchtlinge in Synagogen, Kirchen und Moscheen einladen

Das Abrahamische Forum in Deutschland e.V. hat sich in seiner Mitgliederversammlung am 19. April 2016 in Frankfurt am Main mit den an vielen Orten in der Welt zunehmenden Spannungen zwischen Juden, Christen, Muslimen und anderen Religionsvertretungen befasst. Prof. Dr. Karl Josef Kuschel betonte als Vorsitzender des Abrahamischen Forums: „In Deutschland kann von einem insgesamt guten Miteinander gesprochen werden, was ein Ergebnis jahrelanger Dialogarbeit ist.“

Bei den Vorstandswahlen wurde der katholische Theologe Prof. Dr. Karl Josef Kuschel aus Tübingen als Vorsitzender wiedergewählt und Dr. Ayyup Axel Köhler, der frühere Vorsitzende des Zentralrates der Muslime in Deutschland, als Stellvertreter bestätigt. Als Beisitzende wurden die Schriftstellerin Petra Kunik und der Orientalist Dr. Armin Eschraghi gewählt.

Das Abrahamische Forum befürwortet die Einladung von Flüchtlingen in Synagogen, Kirchen und Moscheen. Durch Kontakte und Begegnungen können gegenseitige Vorurteile zwischen Juden, Christen und Muslimen abgebaut und Empathie geweckt werden. Das Abrahamische Forum begrüßt es, dass die Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus vorgesehen hat, solche Begegnungen finanziell zu fördern.

Das Abrahamische Forum wurde vor 15 Jahren im Martin Buber-Haus in Heppenheim gegründet. Es ist ein Zusammenschluss von Personen aus dem Judentum, Christentum, Islam und Bahaitum mit Wissenschaftlern und Experten, die den Gott Abrahams verehren. Das Abrahamische Forum hat bisher über 400 Veranstaltungen Abrahamischer Teams insbesondere an Schulen durchgeführt. Gegenwärtig baut es Abrahamische Teams in Ländern des Mittelmeeres auf, um zu einem friedlichen Miteinander der Religionen beizutragen.

Weitere Informationen finden sich unter www.abrahamisches-forum.de

gez. Dr. Jürgen Micksch
Geschäftsführer des Abrahamischen Forums
Darmstadt, 20.4.2016

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