Jürgen Micksch, Michael Slaby und Paula Scherer haben sich am 30.03.2017 mit den Möglichkeiten der Praxisarbeit im Rahmen des Projekts „Religionen für biologische Vielfalt“ befasst. Michael Slaby ist bei dem Verein Mellifera e.V. tätig und Mitglied des Arbeitskreises „Religionen und Naturschutz“. Mellifera e.V. setzt sich für den Schutz der Bienen ein und ist zudem Trägerverein des Netzwerks blühende Landschaft.

In dem Gespräch wurde eine Kooperation des Abrahamischen Forums und des „Netzwerks blühende Landschaft“ im Bereich der Gestaltung religiöser Orte als Orte der biologischen Vielfalt vereinbart. Geplante Schritte sind die Durchführung einer Samentütchen-Aktion und die Kooperation bei der Umgestaltung von Freiflächen um Religiöse Gebäude zu Blühflächen.

Samentütchen-Aktion

Die Samentütchen sollen die Eigeninitiative wecken und dazu anspornen, sich mit der Natur und dem Naturschutz näher auseinanderzusetzen. Es handelt sich um ein niedrigschwelliges Angebot, das der Bewusstseinsbildung dient und sich an alle Interessierte richtet.Die Samentütchen machen zum einen auf das Projekt „Religionen und Naturschutz“ aufmerksam, zum anderen leisten diese auch selbst schon unmittelbar einen kleinen Beitrag für den Naturschutz.

Biologische Vielfalt um religiöse Gebäude

Freiflächen rund um religiöse Gebäude können zu einem Lebensraum für Hummeln, Bienen, Schmetterlingen & Co umgestaltet werden. Adressaten sind hierbei alle Religionsgemeinschaften, die ungenutzte Freiflächen zur Verfügung haben, Ländereien besitzen oder ihre Außenanlagen insektenfreundlich umgestalten möchten.

Das Netzwerk blühende Landschaften wird generelle Handlungsempfehlungen entwickeln, anhand derer die langfristige Umgestaltung zur Blühfläche erfolgen kann. Die Regionalgruppen des Netzwerks Blühende Landschaft werden als Ansprechpartner vor Ort einbezogen, auch wird der Kontakt zu lokalen Umweltgruppen (NABU, BUND) gesucht.

Ziel ist eine möglichst einfach zu realisierende, nachhaltige Entwicklung eines Lebensraumes für Hummeln, Bienen, Schmetterlinge & Co. Gleichzeitig kann das Bewusstsein für die Natur durch den Veränderungsprozess und das unmittelbare Erleben der biologischen Vielfalt gestärkt werden.

Die konkrete Umgestaltung religiöser Freiflächen soll auch in die Religiöse Naturschutzwoche im September eingebunden werden, um so um religiöse Gebäude der jeweiligen Stadt herum oder auf weiteren, in religiöser Hand befindlichen bzw. von der Kommune zur Verfügung gestellten Flächen (Wiesen, Äckern etc.) Blühwiesen entstehen zu lassen. Hierzu kann das Netzwerk Blühende Landschaft eine Beratung und Prozessbegleitung anbieten.

Des Weiteren soll die Thematik „Religionen und Naturschutz – konkret“ auf einer zweitätigen Tagung im November aufgegriffen werden. Das Netzwerk Blühende Landschaft wird in die Planung einbezogen und bereitet einen Erfahrungsaustausch zum Thema biologische Vielfalt auf religiösen Flächen vor.

Eine Dokumentation der umgestalteten Freiflächen kann auf der Homepage des Abrahamischen Forums anhand von Vorher-Nachher-Bildern  erfolgen.

Schon in der Religiösen Naturschutzwoche 2017 soll mit der Umgestaltung erster Freiflächen begonnen werden!

Kennen Sie Freiflächen rund um religiöse Gebäude, kommunale oder private Freiflächen, die zu Blühwiesen umgestaltet werden könnten? – Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wir freuen uns!

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