Die Hintergründe der Adventszeit sind noch immer vielen bekannt, nur wenige wissen jedoch was es mit dem Chanukka- Fest auf sich hat, das vom 10. – 18. Dezember gefeiert wird.

Das jüdische Fest erinnert an die Wiedereinweihung des Jüdischen Tempels im Jahr 3597 (164 v. Chr.). Beim Aufstand der Makkabäer wurde der dort aufgestellt Zeus-Altar entfernt und der siebenarmige Monora-Leuchter sollte nie wieder erlöschen. Das dazu notwendige Öl musste zunächst hergestellt werden und der eigentlich nur noch für einen Tag reichende Vorrat überstand insgesamt acht Tage: ein Wunder, an das durch den acht- bzw. neunarmigen Leuchter erinner wird, so informiert Andrea Setzer- Blonski aus Mannheim.

Die Teilnehmenden konnten im Rahmen der Aktion „Advent anders“ des Ev. Dekanats Wetterau u.a. das Dreidel-Spiel kennenlernen. Aus der Alten Synagoge in Münzenberg wurde er ins Internet übertragen, Pfr. Dr. Noss moderierte die Veranstaltung, die insgesamt 90 Minuten dauerte. Aufgrund der Pandemie-Situation waren nur zwei Familien anwesend. Über Live-Stream sahen mindestens 115 Personen der Veranstaltung zu. 

Traditionell gibt an diesen Feiertagen Geschenke für die Kinder, vergleichbar mit Weihnachten. Wie am Adventskranz machen die Kerzen die dunklen Tage angenehm. Manfred de Vries von der Jüdischen Gemeinde Bad Nauheim hatte für den zweiten Teil, der draußen vor der ehemaligen Synagoge stattfand, einen großen Chanukka-Leuchter mitgebracht und sang beim Anzünden eines der traditionellen Lieder. Er machte darauf aufmerksam, dass mit diesem Fest auch ein wichtiges Zeichen für Religionsfreiheit gesetzt wurde. Toleranz und gegenseitige Akzeptanz seien wichtige Grundpfeiler des Miteinanders. Münzenbergs Bürgermeisterin Isabell Tammer brachte den Wunsch zum Ausdruck, dass noch mehr und deutlichere Zeichen gegen Antisemitismus, Judenfeindlichkeit und Verschwörungstheorien gesetzt werden müssen.

Bericht: Pfr. Dr. Peter Noss

 

 

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