Wie tief Religion in unseren Alltag eindringt und wie wichtig es ist, nicht nur die eigenen religiösen Traditonen zu kennen, darüber unterhielt sich am 10.06.  ein Abrahamisches Trio im evangelischen Gemeindezentrum Wilhelmskirche. Gastgeber war die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in der Wetterau.

Nach der verordneten sozialen Enthaltsamkeit war die Veranstaltung “Glaube im Alltag” unter Einhaltung der Hygienevorschriften bis auf den letzten möglichen Stuhl voll besetzt. Manja Altenburg (Jüdische Kulturvermittlung Heidelberg), Imam Tuncay Dinckal (Forum für interkulturellen Dialog Frankfurt) und Dr. Enno Krüger  (Katholische Erwachsenenbildung Baden Württemberg) diskutierten darüber, wie viel Lebensanweisung es in den heiligen Schriften gibt, was ihnen heilig ist und was sie an den Religionen der Anderen besonders berührt.

‘Wir Christen reden über alles, Muslime aber sind ernsthafte Beter, diese tiefe Verbundenheit mit Gott geht uns Christen ein wenig ab`, erklärte Enno Krüger. Die Psalme Davids sind ein Brückenschlag zum Christentum für Tuncay Dinckal, der im interreligiösen Dialog in Recklinghausen gewissermaßen großgeworden ist. Mädchen gelten sowohl im Islam als auch im Judentum als früher reif, was Konsequenzen für den Alltag mit sich zieht, beobachtete Manja Altenburg. Die persönliche Begegnung – auch beim gemeinsamen Feiern wie zum Beispiel in den Weihnachtstagen-  ist allen drei besonders wichtig. Es gab viel zu besprechen an diesem Abend. Eine weitere Zusammenarbeit mit dem Abrahamischen Forum für Folgeveranstaltungen ist geplant.

Foto: Stephanie Krauch

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