„Man soll die Feste feiern, wie sie fallen“ – so lautet ein bekanntes deutsches Sprichwort. Die Natur liefert zahlreiche Anlässe, um während eines Jahres zu feiern. Der biologische Kreislauf der Pflanzen, der Segen der Ernte, das Wachstum der Bäume und die Artenvielfalt auf der Erde sind nur einige Beispiele.

Das gemeinsame Feiern der Natur und seiner lebenswichtigen Elemente für uns Menschen ist in allen Religionen gleichermaßen beheimatet. Das Christentum, Judentum, Ezidentum, Bahaitum und der Islam kennen zahlreiche Handlungen und Bräuche, die Bezug zur Natur nehmen und oft viele Gemeinsamkeiten untereinander haben.

Um auf die Verbindungen von Natur und religiösen Festen aufmerksam zu machen, laden das Abrahamische Forum in Deutschland und der Erbacher Hof des Bistum Mainz an zwei spannenden Herbsttagen zum Dialogforum „Die Natur feiern“ am 17. und 18. Oktober in Mainz ein.

Der erste Tag beginnt in einer nach den jüdischen Bräuchen des Sukkotfestes rekonstruierten Laubhütte mit einem Pressegespräch. Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz, Prof. Dr. Ralf Rothenbusch vom Bistum Mainz, Dr. Jürgen Micksch und Julia Glaeser vom Abrahamischen Forum eröffnen die Tagung und Karen Hamann spricht  zum Thema „Psychologie im Umweltschutz“.

In Workshops sollen Strategien erarbeitet werden, wie Feste in den kommenden Jahren interreligiös so gestaltet werden können, dass der Naturgedanke wieder verstärkt in den Fokus rückt. Denn der Arten- und Naturschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Einen musikalischen und anregenden Abend verspricht das Trio Al Carmel aus Haifa und die Klarinettistin Irith Gabriely. Ihre Musik wird begleitet von Lesungen aus den verschiedenen Religionen.

Am zweiten Tag erfolgt ein Austausch über die Religiösen Naturschutztage. Repräsentanten aus Belgien, den USA und Israel geben Einblicke, wie in anderen Ländern der Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung wahrgenommen und umgesetzt wird. Ein Einblick in die Erdfest-Initiative wird dazu weitere Inspiration liefern. Abschließend gibt Julia Glaeser einen Ausblick zur Fortsetzung des Projekts „Religionen für biologische Vielfalt“ in den kommenden Jahren.

Das Dialogforum ist Teil des Projekts „Religionen für biologische Vielfalt“, das vom Abrahamischen Forum in Deutschland koordiniert wird. Es wird gefördert vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) und dem Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos. Anmeldungen werden erbeten bis zum 10. Oktober 2019 beim Abrahamischen Forum, zu finden unter: https://abrahamisches-forum.de/einladung-zum-dialogforum-die-natur-feiern/.

Weitere Auskünfte erteilt Julia Glaeser beim Abrahamischen Forum in Darmstadt.

Tel.: 06151- 339196; Email: jw@abrahamisches-forum.de

Darmstadt, 20.09.2019

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