Pressemitteilung

Naturschutz/ Religion/ Kirchen

Religiöse Naturschutztage vom 13.-20. September 2020
Von Münster bis München – Religionen und Naturschutz feiern trotz Corona

Heute, Freitag 11.09.2020 findet die Auftaktveranstaltung der diesjährigen Religiösen Naturschutztage statt. Es ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Stadt Frankfurt und dem Wetteraukreis, ausgerichtet vom Centre for Dialogue (CfD).

Zu der interaktiven Veranstaltung sind alle eingeladen, die mehr über aktuelle Themen wie den Klimawandel, interreligiösen Dialog, Gendergerechtigkeit und Eco-Feminismus erfahren wollen.
Der Tag startet um 16 Uhr mit einem Gespräch über Pilze und Klimawandel im Wissenschaftsgarten der Goethe Universität. Nachdem Zuhörende Einblicke in die Lebenswelt der Pilze erhalten haben, wird um 17.30 Uhr gemeinsam eine vegane Pilzsuppe gekocht. Dies findet im CfD Zur Kalbacher Höhe 56, 60438 Frankfurt a. M statt. Die Veranstaltung schließt mit einer Diskussion mit dem Titel „Pilze, Retter oder Opfer in Zeiten des Artensterbens und Klimawandels“

Gleich zwei Veranstaltungen widmen sich dieses Jahr der Thematik des Baumes in den Religionen, denn der Baum ist lebenswichtig für Mensch und Umwelt und auch genau deshalb Thema vieler religiöser Aktivitäten. Am Sonntag, 13.09., findet in der Emir Sultan Moschee, Darmstadt, ein interreligiöses Gespräch über die Bedeutung des Baumes in Judentum und Islam statt, das mit einer Heckenbepflanzung auf dem Gelände der Moschee seinen Höhepunkt finden wird. Noch aktiver geht es dann am 16.09. bei einem interreligiösen Spaziergang zum Thema Baum in Erfstadt bei Köln zu. An insgesamt vier Stationen gibt es Impulsvorträge aus katholischer, evangelischer, jüdischer und muslimischer Perspektive.
Ein weiterer Spaziergang findet am 18.09. im Perlacher Forst bei München statt. Teilnehmende können in Besinnung das Göttliche erfahren.

Die Organisation und Koordination der Religiösen Naturschutztage ist Teil des Projektes „Religionen für biologische Vielfalt“ des Abrahamischen Forums in Deutschland. Das Projekt setzt sich für den Erhalt der Arten und der Biodiversität ein indem es Akteure aus Religion und Naturschutz zusammenbringt. Etwa 80% der Menschen weltweit fühlen sich einer Religion zugehörig. Die Bewahrung von Natur und Schöpfung spielt dabei in allen Religionen eine zentrale Rolle und eint somit die Religionen. Hierdurch sind Religionsgemeinschaften ein herausragender Partner für Naturschutzverbände. Durch die Kooperation von Akteuren aus Religion und Naturschutz kann eine neue Erreichbarkeit und Sichtbarkeit der Thematik geschaffen werden. Die öffentliche Wirksamkeit wird durch diese beiden Aktionspartner signifikant gesteigert. Durch die Zusammenarbeit vieler Aktiver kommen verschiedene Sichtweisen und Herangehensweisen zusammen. Es finden sich also Angebote für jede Zielgruppe.

Die Religiösen Naturschutztage finden jedes Jahr im September im Anschluss an den Tag der Schöpfung statt, den Christen gemeinsam ökumenisch feiern. Innerhalb einer Woche weisen Veranstaltungen auf die Notwendigkeit eines dringend erforderlichen Umdenkens im Verhältnis Mensch-Natur hin. Einen bedeutsamen Erfolg konnten die Religiösen Naturschutztage 2019 mit über 50 Veranstaltungen zum Thema Religion und Naturschutz im gesamten Bundesgebiet verbuchen. Über 900 Moscheegemeinden haben sich damals daran beteiligt. 2020 engagieren sich neun Städte mit Aktionen und Workshops um religiöse Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Die Corona Krise hat zwar die Anzahl der diesjährigen Veranstaltungen eingeschränkt, nicht aber das Engagement und Interesse der Menschen.

Wir freuen uns darüber, wenn Medien auf die Veranstaltungen hinweisen und darüber berichten.

Mehr Informationen und den Veranstaltungskalender finden sich auf der Homepage des Abrahamischen Forums unter: https://abrahamisches-forum.de/veranstaltungskalenderreligioese-naturschutztage/

Weitere Auskünfte erteilt Johanna Hessemer, Abrahamisches Forum in Deutschland, Darmstadt, Tel. 06151-33 91 96 und Mail: jh@abrahamisches-forum.de

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