Solidarität mit den Opfern von Hanau                                                 

„Gesicht zeigen – Stimme erheben“

Der Terror von Hanau ist ein schlimmes Verbrechen. Die Morde hatten rassistische Motive. In ihrer Menschenverachtung treffen sie die ganze Gesellschaft.
Während der Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 16. – 29. März 2020 gibt es wieder Tausende Veranstaltungen. Dabei kann in Schweigeminuten der Opfer gedacht werden: Said Nesar El Hashemi, Ferhat Ünvar,  Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Vili Viorel Paun, Fatih Saraçoğlu, Kalojan Welkow.

Am 20. März werden über 1.700 Moscheegemeinden bei den Freitagsgebeten in Ansprachen und Gebeten über die Überwindung von Rassismus sprechen. An die Opfer von Hanau wird dabei erinnert. Als Zeichen der Solidarität sind alle Menschen dazu eingeladen, an den Freitagsgebeten in der Mittagszeit teilzunehmen.

Am Samstag, 21. März 2020, ist der Internationale Tag gegen Rassismus. An diesem Tag können Veranstaltungen und Demonstrationen durchgeführt werden, die sich der Überwindung von Rassismus widmen. Das Motto heißt in diesem Jahr: „Gesicht zeigen – Stimme erheben“.

Am Sonntag, 22. März 2020 kann in Gottesdiensten bei den Fürbitten der Opfer von Rassismus gedacht werden. Dazu können Menschen muslimischen Glaubens und anderer Religion eingeladen werden. So kann Solidarität praktiziert und öffentlich gemacht werden, dass rassistischer Terror abgelehnt wird.

Die Tage gegen Rassismus sollten in Deutschland und darüber hinaus zu einem Zeichen werden, dass die Menschen in Frieden miteinander leben.

Herausgegeben vom Arbeitskreis „Religionen laden ein“ der Stiftung gegen Rassismus, März 2020.

Mitglieder des Arbeitskreises sind Persönlichkeiten muslimischer Einrichtungen wie des Zentralrates der Muslime in Deutschland, DITIB, IGMG, VIKZ, jüdischer und christlicher Gemeinden, des Geistigen Rates der Bahai, des Zentralrates der Eziden und des Abrahamischen Forums in Deutschland.

Wo Gottesdienste mit Fürbitten stattfinden bitten wir um eine Mitteilung an den Veranstaltungskalender der Stiftung gegen Rassismus. Muslimische Einrichtungen regen ihre Gemeindeglieder zur Teilnahme an diesen Gottesdiensten an.

Weitere Informationen erteilt Jürgen Micksch bei der Stiftung gegen Rassismus, Tel. 06151-339971

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