Morgen ist Gründonnerstag. Ein Blick nach draußen und auf das Zucchiniwunder auf der Aussaatbank am Fenster lässt vermuten: an dem Tag feiern wir die Begrünung in der Natur und den Frühlingsbeginn. Tatsächlich kommt grün aber von greinen, was auf Althochdeutsch weinen und klagen bedeutet. Es ist der 5. Tag der Karwoche, der Tag vor Karfreitag, als Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl vor der Kreuzigung einnahm.

Seit etwa dem 14. Jahrhundert hat sich der Brauch eingebürgert, an diesem Tag grünes Gemüse wie Grünkohl oder Spinat zu verzehren. Das steht im Einklang mit der Passionszeit, die als Fastenzeit am Ostersonntag endet.  Aber es passt auch zu vorchristliche Vorstellungen:  mit der Frühlingskraft nehmen wir eine  Heilskraft für das ganze Jahr auf. Auf Feld und im Garten können wir jetzt aussehen – und die Zucchinis wachsen besonders schnell!

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