Neues Projekt „Religionen schützen die Natur und fördern ökologisches Bewusstsein“ (2025–2031)
Der Erhalt der biologischen Vielfalt zählt zu den vorrangigen nationalen wie internationalen Zielen zur Bewahrung des Lebens von Pflanzen, Tieren und Menschen. Dazu bedarf es einer verstärkten umweltethischen Bewusstseinsbildung. Religionsgemeinschaften als größte transnationale zivilgesellschaftliche Institutionen bieten ein immenses Potenzial zur ökologischen Bewusstseinsbildung. Die großen Weltreligionen hängen eng mit Naturtheologien zusammen, die bisher zu wenig ins Bewusstsein gerückt werden. Mit unserem Projekt werden wir die Bezüge der Religionen zu Umwelt und Natur herausstellen und die Verbindungen zur Transzendenz bewusst machen.
Religionsgemeinschaften haben ein großes Potenzial für den Naturschutz. Das Abrahamische Forum in Deutschland arbeitet mit Persönlichkeiten der Religionsgemeinschaften von Aleviten, Bahai, Buddhisten, Christen, Eziden, Hindus, Juden, Muslimen und der Sikh-Religion zusammen, die sich auf ein Engagement für biologische Vielfalt verständigt haben.
Mit diesem beispielhaften Zusammenwirken der Religionsgemeinschaften möchten wir einen Beitrag leisten an der Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS).
Netzwerke zur Umsetzung der Projektziele bestehen bereits verschiedenen Städten wie Darmstadt, Frankfurt am Main, Köln und Heidelberg. Darüber hinaus wird das Projekt im gesamten Bundesgebiet und vor allem in den östlichen Bundesländern umgesetzt.
Folgende drei Projektbausteine werden in den nächsten Jahren weiter entwickelt und an unterschiedlichen Standorten durchgeführt und etabliert:
Bedeutung von Bäumen und Wäldern
Religionsgemeinschaften fördern durch vielfältige Aktivitäten das Wissen über die große Bedeutung von Bäumen und Wäldern für das Leben von Pflanzen, Tieren und Menschen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Beziehung zwischen Wald und Mensch. In Kooperation mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) werden Kirchen-, Synagogen oder Moscheegelände zu begrünten Orten der biologischen Vielfalt umgestaltet.
Interreligiöse Naturschutztage
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Religiöse Feste rund um die Natur
Verschiedene Religiöse Feste rund um die Natur wie Erntedank, das Fest zum Tag der Biene am 20. Mai und das Arche-Noah-Fest am 22. Mai werden regional etabliert und in Kooperation mit verschiedenen Religionsgemeinschaften konzipiert. Ein Fokus liegt dabei auf dem Beitrag der Religionsgemeinschaften in der Gestaltung der eigenen Stadtnatur.
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Projektförderung ReNa
Vom 01.11.2025 bis 30.04.2031 wird das Projekt „Religionen schützen die Natur und fördern ökologisches Bewusstsein“ (Kurztitel: ReNa) im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert.
Ansprechpartnerin
- Interreligiöser Kalender "Religion and Ecology"
- Ratgeber "Klimafreundliche Moscheen"
- Initiative "Bees for Peace"
- Faiths for Biodiversity
Wir verweisen auf den ausführlichen Interreligiösen Kalender 2026 „Religion and Ecology“ des Network for InterReligious and InterConvictional Dialogue & Initiatives (NIRIC):
Gerne empfehlen wir die 2026 erschienene Broschüre „Klimafreundliche Moscheen: Ein Ratgeber zur Bewahrung der Amâna und des Mîzân“, die Moscheegemeinden dabei begleitet, aktive Akteure im Bereich des Klima- und Naturschutzes zu werden:
Gerne möchten wir Sie auf die Initiative „Bees for Peace“ aufmerksam machen: „Bees for Peace seeks to protect bees and other creatures that pollinate our flowers and bring nourishment to our bodies, while connecting communities with each other, uniting our voices and actions for planetary well-being.“
Auf der Website „Faiths for Biodiversity“ finden sich Texte zu jüdischen Weisheitstraditionen, zur islamischen, hinduistischen und buddhistischen Perspektive auf Natur oder zur Biodiversität aus der Perspektive der Bahai.
Folgende Religionen wirken am Projekt mit:
Alevitentum
Bahá’í-Religion
Buddhismus
Christentum
Ezidentum
Hinduismus
Judentum
Islam
Sikh-Religion


