Die 10. Interreligiösen Naturschutztage vom 7.-13. September 2026 sind mit einem digitalen Forum zu „KI und Naturschutz“ eröffnet worden.

Rabbinerin Jasmin Andriani aus Berlin wies auf die Aufgaben von Menschen hin, die Natur „zu bearbeiten und zu bewahren“. Nach der jüdischen Tradition ist jedes 7. Jahr ein Sabbat-Jahr für das Land, damit sich die Natur erholen kann. Künstliche Intelligenz habe keine Moral und Ethik. Die Verantwortung liege beim Menschen, der zu fragen habe, wie KI dem Leben dienen kann. 

Der katholische Theologe Dominiek Lootens aus Frankfurt/M. interpretierte die von Papst Leo XIV. veröffentlichte Enzyklika zur Künstlichen Intelligenz. Die sogenannte „Künstliche Intelligenz“ nutze gegenwärtig vor allem wenigen Reichen und gefährde die Demokratie. Politik, Zivilgesellschaft und Religionen haben die Verantwortung, darauf hinzuwirken, dass die KI unter sozialen und ökologischen Aspekten reguliert wird.

Der muslimische Physiker Zekeriya Altuğ aus Köln verwies auf die Folgen der KI für den Energiebereich und das Klima. Es brauche Regelungen für den Naturschutz, Energieverbrauch und Wasser.

Der evangelische Theologe Jürgen Micksch aus Darmstadt sprach sich dafür aus, dass sich der interreligiöse Arbeitskreis „Religionen und Naturschutz“ (ReNa) beim Abrahamischen Forum mit den Herausforderungen durch die KI befasst und den Interreligiösen Rat darum bittet, diesbezüglich ein gemeinsames Positionspapier von Religionsgemeinschaften zu erstellen.

Angesichts der dramatischen und schnellen Entwicklungen der KI sei es für die Zukunft der Menschen entscheidend, dass sowohl die Menschenwürde als auch die Natur geschützt werden. Dies sollte in einem ganzheitlichen Sinne und ohne die üblichen Trennungen als Einheit erfolgen, so wie es ein buddhistischer Teilnehmer verdeutlichte. Religionen haben sich gemeinsam dieser Aufgabe zu stellen.

 Weitere Auskünfte erteilt Claudia Fischer-Willms vom Arbeitskreis „Religionen und Natur“ (ReNa) beim Abrahamischen Forum in Deutschland, Goebelstr. 21a, 64293 Darmstadt, 06151-3919741, cjw@abrahamisches-forum.de . Der Arbeitskreis findet im Rahmen des Projekts „Religionen schützen die Natur und schaffen ökologisches Bewusstsein“ statt. Das Projekt wird gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums.

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